Der Namensgeber   >  Sir James Cook

  30 Jahre Mercedes und Westfalia

Die Kurzform mit Bildern

30 Jahre Mercedes-Benz James Cook:

               Die Stationen einer lebenden Legende

  • Erste Generation 1977: die Sensation, ein Bad im Campingbus
  • Schauspieler Siegfried Rauch fährt James Cook
  • Zweite Generation 1995: neues Konzept auf Sprinter
  • Die dritte Generation ab 2006: erneut eine Klasse für sich
  • Rund 6500 James Cook in 30 Jahren gefertigt

Trau keinem über 30? Der altbekannte Spruch trifft auf keinen Fall den jungen Dreißiger Mercedes-Benz James Cook. Wurde doch in 30 Jahren Modellgeschichte der Grundstein für die aktuelle und erneut wegweisende Baureihe gelegt. Sie basiert auf den Erfahrungen aus mehreren Fahrzeuggenerationen und vielen tausend Reisemobilen. Trendsetter in all seinen Ausführungen, fast ungezählte Male Reisemobil des Jahres - der James Cook ist längst eine lebende Legende. Und er ist immer wieder für Überraschungen gut: So hat er in seiner langen Karriere mit den früheren Geschwistern namens Marco Polo und Skipper moderne Entwicklungen vorweggenommen. Stationen einer langen und erfolg­reichen Karriere.

Die erste Generation: die Sensation, ein Bad im Campingbus

Bereits die erste Generation schreibt Reisemobilgeschichte. Der James Cook debütiert 1977 auf dem damals neuen Transporter Mercedes-Benz T1 (207 bis 209 D). Er wird intern nach seinem ersten Produktionsstandort auch als „Bremer“ bezeichnet. Vor allem mit seinem komplett eingerichteten Sanitärraum aus einem einteiligen GfK-Formteil einschließlich Warmwasseranlage, Dusche und Toilette sowie großen Wassertanks zur Versorgung erregt der erste James Cook Aufsehen. Ist anderswo die Katzenwäsche mit kaltem Wasser in der Spüle der Normalfall, so setzt der James Cook mit seinem Komfort und seiner Bordtechnik neue Maßstäbe.

Der James Cook begründet eine neue Klasse von Campingbussen für anspruchs­volle Käufer. Viel Platz unterhalb des Hochdachs, eine robuste und unverwüst­liche Bauweise sowohl des Basisfahrzeugs von Mercedes-Benz als auch des Reise­mobil-Ausbaus von Westfalia - mit diesen Eigenschaften führt der James Cook der ersten Generation fast zwei Jahrzehnte souverän die Klasse an, die er selbst ins Leben gerufen hat.

Zunächst lieferbar in zwei Ausführungen

Am Beginn seiner Karriere gibt es den James Cook in zwei Ausführungen: Der „Typ I“ zeichnet sich durch ein Hochdach von Westfalia mit Dachbett aus. Das Zentrum des Erdgeschosses besteht aus einer Sitzgruppe mit zwei längs einge­bauten Bänken. Alternativ liefert Westfalia das Reisemobil auch mit zwei kom­pakten Sitzgruppen nebeneinander, zusammengesetzt aus jeweils zwei Einzel­sitzen. Der James Cook „Typ II“ unterscheidet sich durch ein Serienhoch­dach von Mercedes-Benz von seinem Kollegen. Beiden gemeinsam ist die Auf­teilung des Hecks mit einer Küche und dem daran anschließenden Wasch­raum.

Schauspieler Siegfried Rauch fährt James Cook

Der James Cook erwirbt sich schnell einen hervorragenden Ruf. An Bekanntheit gewinnt er auch durch einen Werbepartner: Westfalia kann einen namhaften Schauspieler, den späteren „Traumschiff-Kapitän“ Siegfried Rauch, als Zugpferd für das Traumschiff unter den Reisemobilen gewinnen. Das Reisemobil bleibt aufgrund seines schnellen Erfolgs nicht lange allein: Von 1979 bis 1982 begleitet ihn das Modell Skipper, eine einfachere Ausführung ohne separates Bad und Warmwasseranlage. Der Skipper steht in zwei Längenvarianten zur Verfügung, jeweils mit dem Transporter-Serienhochdach.

Der erste Marco Polo - ein Bruder des James Cook

Nächstes Modell innerhalb der Flotte des James Cook ist als Nachfolger des Skipper von 1983 bis 1987 der Marco Polo. Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich damals eine kürzere Ausgabe des James Cook mit einer Heckküche, jedoch ohne Waschraum. In der Mitte prägt eine eigenständige Sitzgruppe aus zwei Bänken quer zur Fahrtrichtung das Innenleben.

Zwar ist weder Skipper noch Marco Polo ein langes Leben beschieden. Doch Einrichtungsideen aus dem Marco Polo tauchen bald im James Cook auf. In der zweiten Hälfte der ersten Modellgeneration verfügt er ab 1987 über die Sitz­gruppe aus dem Marco Polo. Das Heck teilen sich nun eine geräumige L-förmige Küche sowie in Fahrtrichtung links der Waschraum mit integrierter Dusche und davor der Kleiderschrank. Eine Aufteilung, die zwei Jahrzehnte später in ähn­licher Form in der dritten Generation wiederkehren wird. Ein dynamisch gestaltetes Hochdach sowie eine betont funktionell und automobil wirkende Einrichtung kennzeichnen nun den James Cook.

Ihren Abschluss findet die lange und erfolgreiche Karriere der ersten Generation im Sondermodell James Cook Classic. Insgesamt rollen 3262 Fahrzeuge von den Fertigungsbändern, eine beachtliche Zahl in Anbetracht des stets im gehobenen Preissegment angesiedelten James Cook.

Die zweite Generation: neues Konzept auf Mercedes-Benz Sprinter

Das Frühjahr 1995 beginnt für die Reisemobilbranche mit einem Paukenschlag: Der neue Mercedes-Benz James Cook auf Grundlage des ebenfalls neuen Trans­porters Mercedes-Benz Sprinter läutet eine neue Ära ein. In Komfort und Sicherheit ist die Kombination aus Basisfahrzeug und Ausbau ihrer Zeit weit voraus. Der Grundriss mit großem Bad quer im Heck bietet Urlaubern in einem Campingbus der Luxusklasse einen bis dahin nicht gekannten Sanitärkomfort. Die großzügig bemessene Winkelküche bedeutet ebenfalls eine Premiere. Ein Zwischenboden nimmt sowohl Gepäckstücke als auch den erstmals frost­geschütz­ten Abwassertank auf. Die Sitzgruppe setzt sich Platz sparend aus einer breiten Sitzbank sowie drehbaren Vordersitzen zusammen, einer so genannten Halbdinette.

Zum großzügigen Raumangebot zählt auch ein besonders breites Bett im vorn und seitlich auskragenden Hochdach. Mit seinem geräumigen Wohnbereich übernimmt der James Cook abermals eine Vorbildfunktion in der Branche. Das 25-jährige Jubiläum der Reisemobil-Ikone feiern Mercedes-Benz und Ausbau­partner Westfalia Van Conversion im Sommer 2002 mit dem attraktiven Sondermodell „Silver Edition“.

Kurz darauf wird der Wohnraum des James Cook umfassend überarbeitet. Neue warmtonige Oberflächen, ein neues Beleuchtungskonzept und zahlreiche innovative Details überzeugen. Federelemente für die Liegefläche im Dachbett führen zu einem bisher nicht gekannten Schlafkomfort. Auf diese Weise gekonnt modellgepflegt, wird die zweite Generation insgesamt elf Jahre lang gefertigt und erreicht als unangefochtener Marktführer seiner Klasse die imponierende Stückzahl von 2777 Exemplaren.

Die dritte Generation: erneut eine Klasse für sich

Im Spätsommer 2006 tritt die dritte Generation des James Cook auf dem neuen Mercedes-Benz Sprinter an. Sie vereinigt mit ihrem Grundriss die Vorzüge der beiden früheren Generationen und setzt mit ihrem Innen- und Außendesign sowie zahlreichen Innovationen erneut Maßstäbe. Komfort, Technik und Optik sind wieder eine Klasse für sich. Das neue Programm aus zwei Modellen mit unterschiedlicher Dachkonstruktion erinnert an den Beginn der Laufbahn des James Cook mit dem Partnermodell Skipper.

 

 

Rund 6500 James Cook in 30 Jahren gefertigt

Insgesamt haben seit dem Start im Sommer 1977 rund 6500 James Cook die Fertigungshallen verlassen, alle aus der Hand von Westfalia Van Conversion. Hinter dem renommierten James Cook stehen mit der DaimlerChrysler AG und deren zwischenzeitlichen Tochter Westfalia Van Conversion die zwei Marken mit der größten Erfahrung auf dem jeweiligen Gebiet. Der Sprinter als willkommene Basis des James Cook ist seit Jahren der erfolgreichste Transporter seiner Klasse und fährt inzwischen in einer Auflage von rund 1,5 Millionen Exemplaren auf den Straßen der Welt. Westfalia Van Conversion in Rheda-Wiedenbrück hat als Erfinder des Campingbusses in mehr als 50 Jahren annähernd 600 000 Freizeit­fahrzeuge aller Art hergestellt.

 

 

Quelle: Bericht des Daimler Konzern vom 12.07.2007

 

Mercedes-Benz auf dem Internationalen Caravan-Salon 2007

in Düsseldorf